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Diskussion: Wo Kunst Politik wird, 17.10.2014

Kunstprojekte als demokratische Übung in postkommunistischen Gesellschaften. Eine Veranstaltung desTschechischen Zentrums Berlin, des Instituts für Auslandsbeziehungen (ifa) und derSchweizerische Botschaft zum Kulturtag der europäischen Kulturinstitute in Berlin: Bunt gemischt von EUNIC Berlin.

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir laden Sie herzlich zur Diskussion ein:

Wo Kunst Politik wird
Kunstprojekte als demokratische Übung in postkommunistischen Gesellschaften

Freitag, 17.10.2014 um 19:00 Uhr
Tschechisches Zentrum Berlin, Wilhelmstr. 44 / Eingang Mohrenstr., 10117 Berlin

Auch in Europa gibt es Länder, in denen Menschenrechte beschnitten werden und die Zivilgesellschaft sich kaum frei bewegen kann. In der Kunst liegt dort eine von wenigen Möglichkeiten, eine Haltung einzunehmen und politischen Anliegen Gehör zu verschaffen. Die Diskussion befasst sich mit Entwicklungen in postkommunistischen Gesellschaften. Sie widmet sich der Frage, wie Kunst politische Umbrüche beeinflusst, und ob die Unterstützung von künstlerischen Projekten Demokratie festigen und Menschenrechte stärken kann.

Es diskutieren:
Taciana Arcimović, Aktionsgruppe pARTisan, Minsk
Šimon Pánek, Gründer und Direktor der Menschenrechtsorganisation People in Need, Prag
Céline Yvon, Kunstvermittlung, Entwicklungzusammenarbeit und Friedensbildung, Genf

Die Moderation übernimmt Tomáš Sacher, Journalist der tschechischen Wochenzeitschrift RESPEKT

Die Diskussion findet in englischer Sprache statt.

In der Galerie TZB des Tschechischen Zentrums sehen Sie auch eine künstlerische Installation der Aktionsgruppe pARTisan.

 

Begleitprogramme:

Filmvorführung: 
Dangerous Acts Starring the Unstable Elements of Belarus
 
Freitag, 17.10.2014 um 15:00 Uhr

ifa-Galerie Berlin, Linienstr. 139/140, 10115 Berlin

Belarus, im Osten Europas, wird als einzige europäische Nation noch autokratisch regiert. Der Dokumentarfilm „Dangerous Acts Starring The Unstable Elements of Belarus” gewährt einen Einblick in die Menschenrechtsaktivitäten des Belarus Free Theatre. Die Regisseurin begleitet das kleine Ensemble bei seinem Widerstand gegen Zensur und Verfolgung und zeigt Original-Aufnahmen der aufkeimenden öffentlichen Proteste. Die Künstler müssen ins Ausland fliehen, wo sie auf den großen Bühnen schnell internationalen Erfolg erleben. Damit bringen sie die politischen Umstände ins weltweite Bewusstsein und kämpfen weiter für Freiheit und Menschenrechte in ihrer Heimat. Madeleine Sackler ist es mit einer fesselnden, etwas düsteren Stimmung gelungen, die Unterdrückung der belarussischen Zivilgesellschaft widerzuspiegeln. (USA/ UK 2013, 76 min., OF mit engl. UT)

Führung durch die Ausstellung:
BY NOW – Zeitgenössische Fotografie aus Belarus
Freitag, 17.10.2014 um 17:00 Uhr

ifa-Galerie Berlin, Linienstr. 139/140, 10115 Berlin

Die Ausstellung BY NOW – Zeitgenössische Fotografie aus Belarus, die von Matthias Harder kuratiert wurde, widmet sich neuen Entwicklungen in der Fotografie in Belarus. Außerhalb des Landes besteht heute ein vages, klischeehaftes Bild des autokratisch regierten Landes. Aber die jüngere Generation scheint den Einschüchterungsversuchen der Regierung gegenüber beinahe immun. Und die jungen Kreativen, darunter auch Fotografen, kommentieren mit frischem Blick, Humor und teilweise aufmüpfiger Dreistigkeit visuell den Zustand ihres Landes oder porträtieren ihre Zeitgenossen in unterschiedlichen Alltagssituationen. Es wird sichtbar, dass sich trotz aller Abgeschiedenheit und Isolation eine neue, junge Fotoszene gebildet hat, die kreativ mit ihrer Alltagssituation umgeht und sich die aktuellen und historischen Informationen, nicht nur was Kunst betrifft, auch aus dem Internet besorgt.

Für weitere Informationen und Interviewwünsche kontaktieren Sie bitte Frau Katharina Meyer: Telefon: 030 206 09 89 11, E-Mail: meyer@czech.cz

Die Veranstaltungen sind Teil des Kulturtages der europäischen Kulturinstitute in Berlin: Bunt gemischt von EUNIC Berlin, zu dem sich das Tschechische Zentrum Berlin, das Institut für Auslandsbeziehungen (ifa) und die Schweizerische Botschaft zusammengeschlossen haben. Weitere Informationen und Veranstaltungen unter www.eunic-berlin.eu.