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WENN KAPUTT, WIR SPASS

Die Ausstellung The Art of Remark 1. Berlin: WENN KAPUTT, WIR SPASS ist der erste von drei Teilen des Projektes The Art of Remark, das in Prag (Trafo Gallery) und in Berlin (Galerie TZB des Tschechischen Zentrums Berlin) die Werke von Künstlern zeigt, die im städtischen Raum arbeiten. Mit gewaltlosen Interventionen oder ausdrucksvollen Gesten, die den Ausstellungsraum und die Kunstwelt an sich überschreiten, greifen die Künstler in die städtische Infrastruktur ein und entwickeln scheinbar absurde Situationen.

Jürgen Große
Fotografie

Gäste: Matthias Wermke & Mischa Leinkauf
Video/Installation

Kuratorin: Alena Drahokoupilová

Vernissage + Artist Talk: 10.04.2014, 19 Uhr

11.04. — 20.04.2014
Trafo Gallery, Kurta Konráda 1, Praha 9

Die Ausstellung The Art of Remark 1. Berlin: WENN KAPUTT, WIR SPASS ist der erste von drei Teilen des Projektes The Art of Remark, das in Prag (Trafo Gallery) und in Berlin (Galerie TZB des Tschechischen Zentrums Berlin) die Werke von Künstlern zeigt, die im städtischen Raum arbeiten. Mit gewaltlosen Interventionen oder ausdrucksvollen Gesten, die den Ausstellungsraum und die Kunstwelt an sich überschreiten, greifen die Künstler in die städtische Infrastruktur ein und entwickeln scheinbar absurde Situationen.

In der Trafo Gallery wird eine Auswahl von fast 200 Fotografien aus dem äußerst umfassenden Archiv des Berliner Jürgen Große (*1962, Berlin) ausgestellt, der sich selber einfach „Stadtfotograf“ nennt. Seit über 20 Jahren dokumentiert er ungewöhnliche städtische Szenen und Situationen, an denen andere vorbeigehen ohne sie zu bemerken. Er ist ein Meister des Sehens. Er fängt die urbane Landschaft und ihren Wandel ein, sowohl klassische Graffiti, ihre Entstehung, ihr Leben und ihren Untergang, als auch, und das vor allem, Momente, die in der Stadt eigenmächtig, zufällig und ohne Urheber entstehen. Oft sind sie absurd, paradox und unsinnig. Daher stammt auch der Titel der Ausstellung WENN KAPUTT, WIR SPASS. Das, was anderen zerstört erscheint, kaputt oder unschön, gefällt Jürgen Große und es gelingt ihm, diese Situation ohne Sinn in ein eigenständiges künstlerisches Objekt umzuschmelzen – eine Fotografie, die aufhört Dokument zu sein, sondern ein autonomes künstlerisches Werk wird.

Als Gäste hat Jürgen Große zwei junge Berliner Künstler eingeladen, Matthias Wermke (*1978, Berlin) und Mischa Leinkauf (*1977, Berlin). Zusammengebracht hat sie ein gemeinsames Interesse und Gefühl für Absurdität. Genau durchdachte und bis ins letzte Details vorbereitete Aktionen, die unter dem Motto „stop making sense“ entstehen, sprechen den Zuschauer mit einer Leichtigkeit der scheinbaren Improvisation an. Sie reagieren auf die Herausforderungen des urbanen Umfelds und mischen sich mit spektakulären und extremen Performances in dessen Infrastruktur ein – sei es eine Schaukel, die an beinahe unzugänglichen und unwahrscheinlichsten Orten oder ein Mensch, der in luftiger Höhe an einem Brückengeländer, an einer Wolkenkratzerfassade oder Straßenlampe hängt. Fällt er, lässt er los, klettert er wieder hoch? Das Duo Werke & Leimkauf präsentiert einige Videos von Arbeiten der letzten Jahre und neue Videos und Fotos einer Arbeit, die während eines 14tägigen Pragaufenthalts entstanden ist.

The Art of Remark 1. Berlin: WENN KAPUTT, WIR SPASS wird in der Trafo Gallery vom 11. bis 20. April 2014 zu sehen sein. The Art of Remark 2. wird in Berlin in der Galerie TZB des Tschechischen Zentrums realisiert. In einem ersten Teil wird vom 26. Juni bis 24. Juli 2014 eine neue Auswahl der Fotografien von Jürgen Große gezeigt, vom 21. August bis 25. September 2014 dann Arbeiten der Prager Künstler Epos 257, Spino und Mind, kuratiert von Klára Voskovcová. Sie bereiten derzeit ein Projekt speziell für den Raum der Galerie TZB vor. Neben der Ausstellung im Galerieraum werden sie auch im Außenraum aktiv und ihre Aktionen werden, ähnlich wie im April in der Trafo Gallery, dokumentiert und ausgestellt.

Epos 257 gehört derzeit zu den originellsten tschechischen Künstlern, seine Arbeiten bewegen sich zwischen Street Art und Land Art, „Spiele mit der Stadt“ interessieren ihn genauso wie ökologische und politische Themen.

Spino experimentiert mit dem Raum, er kreiert einfallsreiche Außeninstallationen unter Verwendung unkonventioneller Materialien. Hier tritt er in Kontakt mit älteren lettristischen Tendenzen der modernen Malerei und bietet interessante Vergleiche.

Mind ist der Schöpfer unauffälliger und daher relativ lange überlebender visueller Interventionen, zum Beispiel sein ECHO in Poděbrad, dass sich über die Oberfläche der Elbe trug, oder der Zebrastreifen beim Gebäude der Philosophischen Fakultät in Prag, der sich unauffällig in das Word MIND verwandelte.

Das Projekt The Art of Remark von Tschechischen Zentrum Berlin und BonArt, o.s. knüpft frei an die Reihe PRAGUE MEETS THE CITY STREETS an, die BonArt in Zusammenarbeit mit dem Festival SOHO in Otakring in Wien (zwei Jahrgänge), im Tschechischen Zentrum Paris (Les Pragois) und in der Galerie Štěpánská 35 (Štěpánská Street Art) veranstaltete.

Veranstalter:
BonArt, o.s.
Tschechisches Zentrum Berlin

Mit Unterstützung von:
Kulturministerium der Tschechischen Republik
Deutsch-Tschechischer Zukunftsfonds
Goethe-Institut Prag
Trafačka, o.s.

www.bonartos.cz

http://berlin.czechcentres.cz

www.trafacka.cz