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Deutsch-tschechische Corona-Geschichten: Katastrophentouristen

Martin Becker ist ein deutscher Autor, der aus der sauerländischen Kleinstadt Plettenberg stammt. Er studierte in Leipzig, war dort und in Köln zu Hause – immer wieder zog es ihn aber auch nach Prag und in andere tschechische Städte. Wenn man liest, mit welcher Sympathie und welchem Verständnis er über unser Nachbarland schreibt, drängt sich einem der Gedanke auf, dass dieser deutsche Autor in seinem Herzen auch ein bisschen ein Tscheche sein muss. Seine Corona-Geschichte Katastrophentouristen spielt folgerichtig in Prag.

Martin Becker ist freier Autor für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk, Literaturkritiker beim Deutschlandfunk und bei Deutschlandradio Kultur und berichtet in Features und Reportagen u. a. aus Tschechien, Frankreich, Kanada und Brasilien. 2007 erschien sein mehrfach ausgezeichneter Erzählband Ein schönes Leben, 2014 folgte sein Roman Der Rest der Nacht und 2017 mit Marschmusik ein weiterer Roman, alle bei Luchterhand.

In bisher drei Büchern widmete sich Martin Becker tschechischen Themen. 2016 veröffentlichte er im Piper Verlag die äußerst lesenswerte und anregende Gebrauchsanweisung für Tschechien und Prag, mit der man sich auch in Zeiten der geschlossenen Grenzen hervorragend auf die nächste Reise nach Tschechien vorbereiten kann. 2017 gab der Autor (gemeinsam mit Martina Lisa) bei Voland & Quist die Anthologie Die letzte Metro. Junge Literatur aus Tschechien heraus. 2019, im Jahr des Gastlandauftritts der Tschechischen Republik auf der Leipziger Buchmesse, veröffentlichte Martin Becker bei Luchterhand den Band Warten auf Kafka. Eine literarische Seelenkunde Tschechiens, eine sehr persönliche Annäherung an die tschechische Literatur. Für seine Werke wurde der Autor mehrfach ausgezeichnet, u. a. (gemeinsam mit Tabea Soergel) mit dem Deutsch-tschechischen Journalistenpreis 2017.

 

Hier können Sie die Geschichte in den Dateiformaten pdf, mobi oder epub herunterladen:

 

In der nächsten Woche können Sie hier einen Text der tschechischen Schriftstellerin Iva Pekárková lesen.

 

„Deutsch-tschechische Corona-Geschichten“ ist eine literarische Initiative des Tschechischen Zentrums Berlin für die Zeit, in der wegen der Corona-Pandemie keine Lesungen veranstaltet werden können. Autor*innen aus Tschechien und Deutschland erzählen kurze Geschichten davon, wie sie oder ihre literarischen Helden diese nie da gewesenen Wochen erleben. Das Tschechische Zentrum Berlin veröffentlicht die Texte in deutscher Sprache wöchentlich auf seiner Homepage.

 

 

 

Foto: Martin Becker © Kathrin Cruz