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Programm

11.05.2017 19:00 - 15.06.2017

Adéla Součková: Von einer Erde, die aus einem unruhigen Traum erwacht

Adéla Součkovás Mythologie ist visionär und primitiv zugleich. Sie schlägt ihre Zähne in die offensichtlichsten visuellen und narrativen Archetypen und Klischees, um sie in Stücke zu zerreißen und dann zu Gebilden mit einem neuen Bewusstsein zusammenzusetzen – als ein Versprechen von etwas, was erst noch kommen wird. Kuratorin der Ausstellung ist Karina Kottová, das Projekt entstand in Kooperation mit der Jindřich-Chalupecký-Gesellschaft.

Die Einzelausstellung für die Galerie des Tschechischen Zentrums Berlin ist eine Materialisierung des Epos von der Erde und ihren Kindern, die sich - in Datenströmen verfangen und von der Übermacht des Egos beherrscht - ihrer Mutter entfremden und damit auch der eigenen Natur. Mit einem Videoessay und einer Rauminstallation von Objekten, Bildern und Textildrucken nähert sich Součková aus einer eigenwilligen Perspektive den existenziellen Herausforderungen an, denen die sich unsicher vorantastenden Bewohner dieses Planeten gegenüberstehen. Die Erde erwacht aus einem unruhigen Traum und wie zu erwarten, ist sie nicht unbedingt bester Laune. Sie schaut sich um, kernig und poetisch, bereit, für ihre Kinder einen destruktiven Tanz zu tanzen, der sie vielleicht dazu anregt, ihre (virtuelle) Realität zu durchdringen und auf der anderen Seite das gelobte Land zu finden.

Adéla Součková (1985) lebt und arbeitet in Prag und Berlin. In der Meisterklasse von Vladimír Skrepl und Jiří Kovanda an der Prager Akademie der bildenden Künste sowie bei Ulrike Grossarth an der Dresdner Hochschule für bildende Künste machte sie 2014 ihr Diplom. Schon während des Studiums bildete sie ihre spezielle Handschrift und ihr Themenspektrum aus, vom malerischen Schaffen ausgehend wandte sie sich allmählich Rauminstallationen, Performances und Videos zu, wobei ihre aktuellen Projekte in der Regel eine Synthese mehrerer oder all dieser Positionen sind.
Mit Einzelausstellungen stellte sich die Künstlerin schon in mehreren Galerien vor, unter anderem in der Okazi Gallery (2013) und der Zwitschermaschine in Berlin (2016) sowie in den Galerien Panel (2015), Kostka und MeetFactory in Prag. Adéla Součková war außerdem an Gruppenausstellungen sowohl der unabhängigen als auch der institutionellen Szene in der Tschechischen Republik und im Ausland beteiligt, die u. a. in MWW Wroclav, Lage Egal Berlin, Dům umění města Brna, der Nationalgalerie in Prag und der Armaturka in Ústí nad Labem stattfanden.

Kuratorin: Karina Kottová
Autorin: Adéla Součková
Postproduktion: Martin Blažíček
Musik: Markéta Lisá
Gesang und Rezitation: BioMasha a Olivie Adamsová
Animation: Matouš Svěrák

Eröffnung: Donnerstag, 11.05.2017, 19:00, in Anwesenheit der Künstlerin und der Kuratorin
Öffnungszeiten: 12.05.–15.06.2017, Di–Sa 14–18 Uhr 

Eintritt frei 

Veranstaltungsort:

Wilhelmstraße 44 / Eingang Mohrenstraße
10117 Berlin
Deutschland

Datum:

Von: 11.05.2017 19:00
Bis: 15.06.2017

Veranstalter:

Tschechisches Zentrum


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