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Programm

09.01.2019 19:00

So klingt die Gegenwart! 3 Premieren für Solaris 3

Mit dem Konzert 3 Premieren für Solaris 3 stellt sich ein besonderes Ensemble in der klassischen Besetzung eines Klaviertrios mit Klavier, Violine und Violoncello vor. Martin Levický, Anna Veverková und Štěpán Filípek spielen Stücke der jungen tschechischen Komponisten František Chaloupka, Lukáš Sommer und Jakub Rataj sowie das beliebte Klaviertrio Nr. 2 e-Moll von Dmitri Schostakowitsch.

Die Konzertreihe So klingt die Gegenwart! stellt dem deutschen Publikum verschiedene Nuancen der zeitgenössischen Musik in Tschechien vor und setzt sie in den Kontext tschechischer und internationaler Entwicklungen in der Musik der vergangenen Jahrhunderte. Die Reihe ist eine Zusammenarbeit mit der Botschaft der Tschechischen Republik.

Im Anschluss an das Konzert findet eine Gesprächsrunde mit den Komponisten statt.

Eintritt frei, wir bitten um online-Anmeldung bis 7.1.2019.

Seit 2016 spielt das Ensemble Solaris 3 in der Besetzung Martin Levický – Klavier, Anna Veverková – Violine und Štěpán Filípek – Violoncello. Charakteristisch für seine Arbeit ist eine offene Dramaturgie, die systematisch Musik des 20. und 21. Jahrhunderts präsentiert.

Über die Werke auf dem Programm sagen die Komponisten:

František Chaloupka (*1981) über das Klaviertrio (2018)

„Auch wenn ich in meinen Kompositionen oft mit Inspirationen außerhalb der Musikwelt (es handelt sich um bestimmte „mythische“ Pläne) oder dem Prinzip der Dualität arbeite, habe ich mich in dieser Arbeit dafür entschieden, das Genre des Klaviertrios an sich zu untersuchen. Wert lege ich auf die sonore Klangqualität, die Art der Notation, Mikromanipulationen der Tempi in den Partien der einzelnen Musiker und hackende Abweichungen. Wie sehr die Musiker nicht miteinander in rhythmischem Einklang spielen sollen, ist zum Beispiel genau vorgegeben und notiert, aber die Musiker haben im Rahmen dieser voreingestellten Limitierungen die Möglichkeit, sich frei zu bewegen, sich frei auszudrücken.“

Lukáš Sommer (*1984) über Xcape (2018)

„Mir gefällt die Vorstellung, dass die Zeit, so wie wir sie wahrnehmen, nicht existiert. Mein tschechischer Lieblingsphilosoph Josef Zezulka behauptet sogar, dass die Zeit auf einmal in allen potentiellen Varianten wie ein bereits fertiges Werk existiert, das wir mit unseren Leben nur beleben, und aus den unerschöpflichen Schicksalswegen, die für uns schon vorbereitet sind, wählen wir immer nur eine – aufgrund der Qualität unserer Entscheidung. Das Klaviertrio Xcape entstand aus dem Bedürfnis nach einer „Flucht“ heraus, aber gleichzeitig auch aus der Verzauberung durch diese versteckte Vielfältigkeit. Das Leben kann buchstäblich durchwoben sein von nebensächlichen Motiven, Sackgassen, Herumtappen, auf der Stelle treten, immer aber führt es einem zur einer endgültigen Einheit mit einer höheren Ordnung.“

Jakub Rataj (*1984) über ES.23 (2018)

„Der Titel ES.23 spiegelt das Stück auf mehreren Ebenen verdichtet wider. Grafisch ist die Zahl „23“ ein verbogenes Spiegelbild von „ES“ und bildet so ein verwandeltes Palindrom, das sich in der gesamten Form der Komposition ausdrückt. Das „ES“ allein kennzeichnet außerdem den zentralen Ton, die Nummer „2“ die zwei grundlegenden und kontrastierenden musikalischen Ebenen: exzessiv, von komplexen Ton, scharf akzentuiert bis aggressiv auf der einen Seite, leise, zerbrechlich, statisch und weich auf der anderen Seite. Die weiteren Zeichen „S“ und „3“ verbergen die Widmung dem Klaviertrio Solaris 3.“

Das letzte Stück auf dem Programm, das Klaviertrio Nr. 2 e-Moll aus dem Jahr 1944, widmete Dmitri Schostakowitsch dem Gedenken an seinen engen Freund Iwan Sollertinski, dessen früher Tod dem Komponisten sehr nahe gegangen war.

 

 


 

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Veranstaltungsort:

Botschaft der Tschechischen Republik, Wilhelmstr. 44, 10117 Berlin

Datum:

09.01.2019 19:00

Veranstalter:

Das Tschechische Zentrum ist Mitveranstalter


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