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Programm

15.05.2014 19:00 - 12.06.2014

Objectivity

Die visuellen Medien der Gegenwart durchdringen einander so stark, dass es schwierig ist, einen eindeutigen Nenner für eine Ausstellung zu finden. Eva Eisler, Eva Humlová, Markéta Kratochvílová und Kateřina Vorlová, die sich im Tschechischen Zentrum Berlin unter dem Titel „Objectivity“ vorstellen, lassen sich jedoch durch ihre Beziehungen zueinander charakterisieren: Dominante ist die weltbekannte Künstlerin, Designerin, Architektin und Schmuckkünstlerin Eva Eisler, bei der die anderen studiert haben. Als Gast dazu geladen wurde der Absolvent der Münchner Akademie der Bildenden Künste Martin Papcún, der zuvor als Assistent von Eva Eisler sowie im Atelier K.O.V. an der Prager Akademie für Kunst, Architektur und Design tätig gewesen ist.

Objectivity
Eva Eisler, Eva Humlová, Markéta Kratochvílová, Kateřina Vorlová
Gast: Martin Papcún
Kuratorin: Eva Eisler

Vernissage
15.5.2014, 19.00-21.00
Eröffnungsworte: S.E. JUDr. Rudolf Jindrák, Botschafter der Tschechischen Republik in Deutschland

Öffnungszeiten
19.5. – 12.6.2014, Mo – Do 14.00 – 19.00

Beachten Sie bitte, dass die Ausstellung bei anderen Veranstaltungen im Tschechischen Zentrum nicht zugänglich ist.

Die Einladungskarte:

Allen Beteiligten ist ein offener Zugang zu ihrem Schaffen gemein – eine   Fähigkeit, die sie von der rasanten Navigatorin Eva Eisler übernommen haben. „Objectivity“ ist deshalb eher eine Installation von Artefakten und Emotionen, die das Aussehen des Raums beeinflussen und eine spezifische Atmosphäre erzeugen.
Die Dominante der Exposition bildet das aus lackierten weißen Platten gestaltete Objekt „Tisch für Vater und Sohn“, das Eisler für die Firma Lugi entworfen hat – eine prächtige Skulptur im Stil von Donald Judd. Und mit der durch ihr architektonisches Erscheinungsbild die „Schwarzen Graffitizeichnungen“ und die großformatigen Gemälde auf Leinwand aus der Serie „Schwarze Kemenaten“ korrespondieren, die abstrahierte Grundrisse von Schlossbauten darstellen. Obwohl Eva Eisler der breiteren Öffentlichkeit eher als Designerin von originellem Schmuck bekannt ist, weist diese Auswahl auf ihre Vielseitigkeit hin, gleichzeitig beschließt sie logisch den Kreis von Eislers Überlegungen zum künstlerischen Schaffen. Die kühle und geradlinige Geometrie birgt Raum für den Menschen und auch für magische Historie.
Auch die Auswahl der Arbeiten von drei ehemaligen und gegenwärtigen Studentinnen hängt mit ihrem jeweiligen räumlichem Ausdruck zusammen, der stellvertretend für Design, Objekt und konzeptuelle Installation stehen kann.
Markéta Kratochvílová stellt ihren kombinierten Schmuck aus der neuen Kollektion „Muse“ vor, der expressiv ist und mit dem Ornament arbeitet, gleichzeitig aber geht er von einer gleichmäßigen geometrischen  Gliederung aus, von einer Art geheimnisvollen Ordnung.  Kateřina Vorlová thematisiert in ihren hybriden Objekten den Schaffensprozess als solchen. Sie arbeitet mit vergänglichen Materialien wie Kreide oder Gips und kreiert so nicht-zeitlose Werke als Fußnoten zu großen Geschichten. Eva Humlová bringt ephemerische Elemente an der Grenze zur Erfassbarkeit in die Ausstellung ein. Sie hat hier räumliche Zeichnungen aus frei gehängten Objekten geschaffen, und illustriert so wortwörtlich auch das Beziehungsgeflecht, das hier entsteht. Martin Papcún als Gast schließt sich mit dem Zyklus „Bauten“ an, die aus Grundrissen entstehen wie Kristalle, die in sich die Gegensätze von Interieur und Exterieur und auch die Geschichten der nicht anwesenden Bewohner verbinden.
Das Projekt „Objectivity“ ist ästhetisch und inhaltlich ein harmonisches Ganzes, das alle Prinzipien einer richtigen Lösung verbindet, die sich aus dem Zusammentreffen von Ordnung und Zufall ergibt.
Text: Lenka Lindaurová

 

Abb.: Eva Eisler: White Cubes, Material: Corian, 2010

Veranstaltungsort:

Wilhelmstraße 44 / Eingang Mohrenstraße
10117 Berlin
Deutschland

Datum:

Von: 15.05.2014 19:00
Bis: 12.06.2014

Veranstalter:

Tschechisches Zentrum


Veranstaltungserinnerung
Eine Erinnerung ist nicht möglich, da die Veranstaltung bereits begonnen hat.