Česká centra, Czech Centres

Česká centra / Czech centres - logo

Programm

07.05.2020

Iva Pekárková: Ein furchtbar liebes Mädchen

Ein furchtbar liebes Mädchen ist die traurige Heldin von Iva Pekárkovás Corona-Geschichte. Wie ihre Protagonistin lebt auch die Autorin selbst schon seit mehreren Jahren in London, wo sie jetzt auch den Shutdown miterlebt hat. Wenn sie nicht Prosa oder publizistische Texte schreibt, ist Iva Pekárková als Dolmetscherin, unter anderem für Gerichte, in der Stadt unterwegs. Und wer weiß, vielleicht hat ihr dabei auch eine Frau gegenüber gesessen, deren Leben so ähnlich verlief wie das der Alena aus ihrem Text. 

Iva Pekárková ist in Prag geboren und aufgewachsen. Nach einem Biologie-Studium verließ sie Mitte der 1980er Jahre ihre Heimat, verbrachte einige Zeit in einem Flüchtlingslager in Österreich und gelangte schließlich in die USA, wo sie sich als Taxifahrerin durchschlug. Die Erlebnisse aus dieser Zeit fanden Eingang in zwei ihrer Romane, die auch in deutscher Sprache erschienen sind: Truck Stop Rainbows (übersetzt von Ladislav Drubek und Natascha Drubek-Meyer, erschienen im Piper Verlag) und Taxi Blues (übersetzt von Marcela Euler, veröffentlicht im Malik Verlag). 1997 kehrte die Autorin nach Tschechien zurück, 2005 übersiedelte sie dann nach London. Kurze und lange Reisen führten Iva Pekárková in die ganze Welt, auch von ihnen erzählt sie in ihren Büchern. Den Dezember 2018 verbrachte sie als Residenzautorin der Stadt Leipzig und der Mährischen Landesbibliothek in Leipzig, wo sie für einen neuen Roman der Atmosphäre ihrer Kindheit und Jugend in einem sozialistischen Land nachspürte. Im Laufe der Jahre veröffentlichte Iva Pekárková an die fünfundzwanzig literarische Werke (Romane, Novellen, Erzählbände, belletristisch überarbeitete Reportagen oder Sammlungen von Blogeinträgen), in deutscher Übersetzung von Martina Lisa erschien zuletzt der Erzählungsband Noch so einer (Větrné mlýny und Wieser Verlag 2019), den die Autorin auch im Tschechischen Zentrum Berlin vorstellte.

Hier können Sie die Geschichte in den Dateiformaten pdf, mobi oder epub herunterladen:

 

In der nächsten Woche können Sie hier einen Text der tschechischen Schriftstellerin Markáta Pilátová lesen.

 

Deutsch-tschechische Corona-Geschichten“ ist eine literarische Initiative des Tschechischen Zentrums Berlin für die Zeit, in der wegen der Corona-Pandemie keine Lesungen veranstaltet werden können. Autor*innen aus Tschechien und Deutschland erzählen kurze Geschichten davon, wie sie oder ihre literarischen Helden diese nie da gewesenen Wochen erleben. Das Tschechische Zentrum Berlin veröffentlicht die Texte in deutscher Sprache wöchentlich auf seiner Homepage.

 

 

 

Foto: Iva Pekárková © Kateřina Janoušková

Veranstaltungsort:
Datum:

07.05.2020

Veranstalter:

Tschechisches Zentrum


Veranstaltungserinnerung
Eine Erinnerung ist nicht möglich, da die Veranstaltung bereits begonnen hat.