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Programm

28.02.2017 19:00

ENTFÄLLT! Interventionen in der Architektur

Die eiserne Stadt Vítkovice wird zu einem Zentrum der Kultur: Von 1828 bis 1998 wurde hier Kohle gefördert und Roheisen hergestellt, jetzt wurde das Industrieareal Dolní Vítkovice zu einem Zentrum der Bildung, Kultur und des gesellschaftlichen Lebens umgestaltet. Der allgemein gewürdigte Entwurf stammt von einem der bedeutendsten tschechischen Architekten der letzten zwei Jahrzehnte, Josef Pleskot, und seinem AP Atelier. In der Veranstaltungsreihe „Interventionen in der Architektur“ stellen Verteter von AP Atelier und Dolní oblast VÍTKOVICE z.s. das Projekt vor.

LEIDER MUSS DIE VERANSTALTUNG ABGESAGT WERDEN!

Das Industrieareal Dolní Vítkovice wird von einem Bauensemble gebildet, das aus dem ehemaligen Steinkohlebergwerk Hlubina, einer Kokerei und einem erloschenen Hochofen besteht. Das Areal ist nationales Kulturdenkmal und hat das Europäische Kulturerbe-Siegel erhalten. In den Jahren 2007 bis 2010 wurde seine neue urbanistische und architektonische Gestalt definiert, die sich von der jetzigen Nutzung als ein Zentrum der Bildung, Kultur und des gesellschaftlichen Lebens ableitet. In den vergangenen Jahren ist so aus dem riesigen Gasometer die Multifunktionsarena Gong entstanden, der älteste Hochofen Nr. 1 wurde zu einem gut besuchten Industrielehrpfad ausgebaut. Der Sockel des Hochofens wird als Freilichtbühne für Konzerte genutzt, die auch überdacht werden kann. Als Neubau entstand die „Große Welt der Technik“ mit weiträumigen Ausstellungen. Dieses Projekt wurde vom Tschechischen Zentrum in der Ausstellung „Jiří Pelcl. Von der Idee zum Design“ gezeigt.

Die internationale Jury des Tschechischen Preises für Architektur zeichnete 2016 die Realisierung des Industrieareals Dolní Vítkovice durch das Atelier AP mit dem Ehrenprädikat Finalist aus und begründete ihre Entscheidung wie folgt: „Im Rahmen dieses Projektes durchdringen sich die Welten von Industrie, Kultur und Wissen zu einem neuen dynamischen Format, das der postindustriellen Stadt Ostrava-Vítkovice zu einer alternativen und funktionsfähigen Identität verhilft. … Eine Welt, in der sich die Ruinen der industriellen Vergangenheit poetisch mit den Interventionen des modernen Programms verbinden. Durch diesen Ansatz bleibt das Netz rostender Raffinerieleitungen erhalten, und gleichzeitig werden mehrere neue Säle, auch Theatersäle in dieses industrielle Ambiente eingefügt. Diese Realisierung wird wahrscheinlich zu einem wichtigen Referenzbau für weitere tschechische Städte, die eine ähnliche Transformation durchlaufen.“ 2014 wurde Josef Pleskot auf der Baumesse FOR ARCH mit dem Titel Architekt des Jahres ausgezeichnet, vor allem für den Entwurf der „Großen Welt der Technik“ in Ostrava. 

Die neue Reihe „Interventionen in der Architektur“ hat das Ziel, das Berliner Publikum mit interessanten architektonischen Ensembles, diskutierten Rekonstruktionsprojekten, Revitalisierungen und weiteren Eingriffen in den architektonischen, urbanen und öffentlichen Raum in der Tschechischen Republik bekanntzumachen. Tschechische Städte und Orte haben oft eine lange historische Entwicklung hinter sich, die sich in einer mannigfaltigen architektonischen Tradition widerspiegelt. Im Unterschied zu deutschen Städten und vor allem zu Berlin wurden sie während des Krieges nicht zerstört, und so ist jeder Eingriff heute eine Intervention in ein oft schon Jahrhunderte lang bestehendes Ensemble. Die Themen der einzelnen Veranstaltungen sind so gewählt, dass ausgewählte architektonische Eingriffe an verschiedenen Orten der Tschechischen Republik und aus verschiedenen historischen, politischen und gesellschaftlichen Epochen vorgestellt werden.

In englischer Sprache

Eintritt frei

 

 

Veranstaltungsort:

Wilhelmstraße 44 / Eingang Mohrenstraße
10117 Berlin
Deutschland

Datum:

28.02.2017 19:00

Veranstalter:

Tschechisches Zentrum


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