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Programm

29.03.2006 00:00 - 00:00

Ein Tagebuch und sein Autor

Die Notizen des jüdischen Jungen Petr Ginz
Vortrag von Anna Hájková im Rahmenprogramm zur Ausstellung Petr Ginz: Prager Tagebuch 1941-1942

 

Der hochbegabte Petr Ginz kam 1928 in einer tschechisch-jüdischen „Mischehe" in Prag-Žižkov zur Welt. Da ihn die Nazis als „Geltungsjuden" ansahen, deportierten sie ihn ohne die Begleitung seiner Familie im Sommer 1942 ins Ghetto Theresienstadt. Dort fertigte er zahlreiche Zeichnungen und Grafiken an, zusammen mit Gleichaltrigen seines Jugendheims gab er die Kinderzeitschrift Vedem heraus.

 

Seine erst vor kurzem entdeckten Prager Tagebücher zeigen den Alltag der antijüdischen Verfolgung aus der neuen Sicht eines intelligenten heranwachsenden Jungen. In ihrem Vortrag stellt Anna Hájková das Leben von Petr Ginz in einen breiteren geschichtlichen Kontext, wobei sie im besonderen auf die bisher weniger beachtete Verfolgung der „Mischehen“ eingeht.

 

Nach dem Studium der Geschichte, Anglistik und Soziologie an der Berliner Humboldt-Universität ist Anna Hájková seit 2000 Mitarbeiterin des Instituts Theresienstädter Initiative in Prag, welches sie in Deutschland vertritt. Außerdem war sie für das Berliner Zentrum für Antisemitismusforschung und die Gedenkstätte Neuengamme tätig.

 

Mittwoch, 29.3.2006, 19.00 Uhr

Tschechisches Zentrum, Friedrichstraße 206, 10969 Berlin, Galerie im Erdgeschoss

Eintritt frei

 

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Veranstaltungsort:

Wilhelmstraße 44 / Eingang Mohrenstraße
10117 Berlin
Deutschland

Datum:

29.03.2006 00:00 - 00:00

Veranstalter:

Tschechisches Zentrum Berlin


Veranstaltungserinnerung
Eine Erinnerung ist nicht möglich, da die Veranstaltung bereits begonnen hat.