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Programm

16.02.2015 19:00

DokuMontag: Jewels of Grief

Vor einigen Jahren sah es so aus, als hätten die Frauen in Marokko einen Sieg über die islamischen Konservativen errungen. Das Familienrecht, die sogenannte „Moudawana“, wurde entscheidend geändert, das Gesetz sollte die politische Gleichheit von Männern und Frauen sicherstellen. Scheidung und Sorgerecht wurden vereinfacht, traditionelle Rechte wie die Verstoßung und die Vormundschaft der Ehefrau wurden verboten.

Allerdings gelten uneheliche Kinder in dem islamisch geprägten Land bis heute als Verstoß gegen Gesetz und Religion, gegen Moral und gute Sitten.

„Jewels of Grief“ zeigt am Beispiel von Nadia und Nezha, wie ledige Mütter im Alltag diskriminiert und von ihrer eigenen Familie geächtet werden: Nadia wird als Jugendliche von ihrer Familie aus dem Haus geworfen, weil sie eine Beziehung zu einem Jungen hat. Als sie dann schwanger wird, verlässt ihr Freund sie und sie steht alleine da. Von da an geht ihr Leben stetig bergab. Als Nezha noch zu Hause wohnt, fädelt ihre Stiefmutter für sie eine Beziehung mit einem jungen Mann ein, den Nezha heiraten soll. Doch als sie schwanger ist, bevor von Hochzeit die Rede war, will niemand mehr etwas von ihr wissen. Sie flieht nach Casablanca, wo sie sich mehr schlecht als recht alleine durchschlägt, und gibt das Kind zu ihrer verheirateten Schwester in Fes.

Neben den beiden Müttern kommen im Film auch Vertreter von Staat und Religion, Hilfsorganisationen und Menschenrechtsverbänden zu Wort.

Im Anschluss Filmgespräch mit Regisseur Mohamed Nabil, der persönlich anwesend sein wird.

Eintritt frei

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Jewels of Grief
D 2013, 74 Min., OmeU, Regie: Mohamed Nabil

Veranstaltungsort:

Wilhelmstraße 44 / Eingang Mohrenstraße
10117 Berlin
Deutschland

Datum:

16.02.2015 19:00

Veranstalter:

Tschechisches Zentrum


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