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Programm

25.10.2010 00:00 - 00:00

Die Remigration ist schwieriger als die Emigration

Biographische Erfahrungen tschechischer Remigranten nach 1989
Vortrag von Sarah Scholl-Schneider (Augsburg)

 

gekommen zu sein. Die Rückkehr nach der Samtenen Revolution von 1989 gestaltete sich jedoch häufig schwieriger als angenommen. Zu vieles hatte sich in der Heimat gewandelt, zu sehr hatten auch sie selbst sich im Westen verändert. Probleme verursachte vor allem die fehlende Akzeptanz durch die Daheimgebliebenen, die ihnen in immer gleichlautenden Klischees entgegenschlug: „Während wir hier gelitten haben, habt Ihr es Euch im Westen gut gehen lassen“. Dennoch ist die Remigration vielen geglückt und hatte auch einen gewissen Einfluss auf die weitere Entwicklung des Landes. Aus der Situation heraus entwarfen die Remigranten Strategien der „Unsichtbarkeit“ und betätigten sich an interkulturellen Transferprozessen zwischen Exil- und Heimatland – damit beteiligten sie sich nicht unbedeutend an der Institutionalisierung und Konsolidierung der Demokratie seit 1989. In ihrem Vortrag beleuchtet Sarah Scholl-Schneider auf der Basis von zahlreichen Interviews mit Angehörigen der remigrierten tschechischen Eliten die biographischen Erfahrungen dieser Personengruppe auf ihren Wegen zwischen Ost und West.

 

Die Vortragende ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Bayerische und Schwäbische Landesgeschichte der Universität Augsburg. Dort wirkt sie am Zeitzeugenprojekt Sudetendeutsche Vertriebene in Bayern mit.

 

Montag, 25.10., 19.00 Uhr

Tschechisches Zentrum CzechPoint

Friedrichstraße 206, Eingang Zimmerstraße, 10969 Berlin

Eintritt frei

 

Veranstaltungsort:

Wilhelmstraße 44 / Eingang Mohrenstraße
10117 Berlin
Deutschland

Datum:

25.10.2010 00:00 - 00:00

Veranstalter:

Tschechisches Zentrum


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