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Programm

18.08.2018 18:30

Den sedmý, osmá noc / Der siebte Tag, die achte Nacht

Evald Schorm gehört zu den bedeutendsten Regisseuren der 1960er Jahre. „Seine Filme zeigen ein düsteres, ja verzweifeltes Bild der Welt, geben dem Zuschauer keine Hoffnungen, fordern ihn aber zum Nachdenken auf“ (Ulrich Gregor). Der siebte Tag, die achte Nacht ist Schorms finsterster Film.

Zu Beginn wird, wie so häufig bei Schorm, durch Kleinigkeiten die Welt auf bedrohliche Weise schlagartig verändert. In einem kleinen Städtchen verschwindet der Bahnhofsvorsteher, Waggons ohne Ziel stehen auf den Gleisen, ein Wandertheater führt ein rätselhaftes Mysterienspiel auf. Auch das Telefonnetz ist im ganzen Ort zusammengebrochen. Ein Sicherheitskomitee berät, ob ein Angriff von außen oder Sabotage von innen zu befürchten ist.

Schorms Film ist eine anspielungsreiche, visuell komplex gebaute Kontemplation über das Ausgeliefertsein des Menschen und zugleich eine Reflexion des Einmarsches der Armeen des Warschauer Pakts. Umgehend wurde der Film aus dem Verkehr gezogen, Schorms Laufbahn als Filmregisseur endete kurz darauf. Er inszenierte in den folgenden Jahren Opern und Theaterstücke, unter anderem am avantgardistischen Laterna magika in Prag. Erst 1988 kehrte er in ein Filmstudio zurück, starb aber noch vor Fertigstellung seines letzten Films. (sa)

Den sedmý, osmá noc / Der siebte Tag, die achte Nacht
CS 1969, R: Evald Schorm, Jan Kačer, B: Zdeněk Mahler, Evald Schorm, K: Václav Hanuš, D: Jan Kačer, Bohumil Šmída, Josef Bek, 100‘, 35mm, OmeU

 

Vom Ende des Prager Frühlings ist eine gemeinsame Filmreihe des Zeughauskinos und des Tschechischen Zentrums Berlin.

 

 

 

 

Veranstaltungsort:

Zeughauskino, Deutsches Historisches Museum, Unter den Linden 2, 10117 Berlin

Datum:

18.08.2018 18:30

Veranstalter:

Das Tschechische Zentrum ist Mitveranstalter


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