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Programm

08.11.2018 17:00

Cottbus | Pavel Juráček und sein Film „Postava k podpírání“

Filmvorführung + Lesung aus den Tagebüchern des Regisseurs und Gespräch mit Herausgeber Pavel Hájek auf dem FilmFestival Cottbus

Bis zum Ende des Prager Frühlings im August 1968 war Pavel Juráček ein erfolgreicher junger Regisseur, der mit Filmen wie der kafkaesken Bürokratiesatire „Postava k podpírání“ Aufsehen erregte und mit internationalen Preisen ausgezeichnet wurde: Jan Herold irrt durch Prag, durch Straßen, Paläste, lange Gänge und an weggeworfenen  Spruchbändern vorbei. Er sucht nach Josef Kilian, dem er etwas ausrichten soll. Dann stößt er auf einen Katzenverleih und nimmt ein Tier mit. Als er es zurückgeben will, ist der Laden verschwunden und Herold irrt weiter, durch Amtsstuben und Wartezimmer – und an dem leeren Hügel vorbei, auf dem noch vor kurzem ein riesiges Stalindenkmal thronte.

 

Nach 1968 gehörte Pavel Juráček zu den wenigen Regisseuren, die keinerlei Kompromisse mit den neuen Machthabern eingingen. Diese verboten ihm die Arbeit und verfolgten ihn bis nach München, wohin er nach Unterzeichnung der Charta 77 emigriert war. Sie konnten jedoch nicht verhindern, dass er alles auf tausenden Tagebuchseiten festhielt. Inzwischen haben die Notizen einen Verlag gefunden, genau wie Juráčeks nie realisierte Drehbücher. Der Herausgeber Pavel Hájek liest aus den Texten und erzählt von dem Regisseur, der nach 1968 quasi aufhörte zu existieren.

Eine gemeinsame Veranstaltung vom Tschechischen Zentrum Berlin und dem FilmFestival Cottbus

POSTAVA K PODPÍRÁNÍ / JOSEPH KILIAN
CS 1963, 40 min., OmeU, R: Pavel Juráček

 

Veranstaltungsort:
Filmfestival Cottbus, Kammerbühne
Datum:

08.11.2018 17:00

Veranstalter:

Das Tschechische Zentrum ist Mitveranstalter


Veranstaltungserinnerung
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