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Monika Štěpánová ist neue Direktorin des Tschechischen Zentrums

Seit Januar 2012 hat das Tschechische Zentrum Berlin eine neue Direktorin. Hier erfahren Sie mehr über Monika Štěpánová:

Liebe Freunde des Tschechischen Zentrums Berlin,

das neue Jahr beginnt, sowohl für das Tschechische Zentrum in Berlin als auch für mich ein besonders aufregendes und spannendes Jahr.

Am 2. Januar habe ich nach einer Vorbereitungszeit in Prag meine Tätigkeit als Direktorin des Tschechischen Zentrums Berlin aufgenommen. Eine große Herausforderung, auf die ich mich sehr freue, ebenso wie auf die neuen Aufgaben, Inspirationen und Erfahrungen, die diese Arbeit bietet, und auf die faszinierende, lebendige und unverwechselbare Stadt Berlin. Aber mein Fokus bleibt natürlich nicht nur auf die Hauptstadt beschränkt.

Jeder Wechsel ist zunächst schwer – viele von Ihnen werden vielleicht meinen Vorgänger Martin Krafl vermissen, ich hoffe aber, dass wir Sie durch gute Arbeit und aktuelle, interessante Themen überzeugen werden. Bleiben Sie uns treu und nehmen Sie teil an Diskussionen, Ausstellungen und anderen, alten und neuen Veranstaltungsformaten, die das Tschechische Zentrum Berlin organisieren wird.   

In meiner Tätigkeit möchte ich den Fokus vor allem auf zeitgenössische Kunst und auf die Präsentation der aktuellen Kulturszene Tschechiens legen, so wie auf wichtige aktuelle gesellschaftspolitische Themen, wie zum Beispiel das Thema der Menschenrechte. Aber auch Themen wie Vergangenheitsbewältigung sollten nicht vernachlässigt werden – wir werden dort anknüpfen, wo schon meine Vorgänger gute Arbeit geleistet haben. 

Das Jahresende war nicht nur für uns in der Tschechischen Republik eine sehr traurige und intensive  Zeit. Václav Havels Tod ist eine tiefe Zäsur für das politische, kulturelle und intellektuelle Leben. Wir möchten uns in den nächsten Monaten dem Prozess des Abschiednehmens anschließen und durch verschiedene Veranstaltungen an die Person und das Werk von Václav Havel erinnern.

Durch meine Zusammenarbeit mit dem Team, das Sie bereits kennen, vor allem durch das  Knowhow und die Erfahrungen der stellvertretenden Direktorin Frau Dr. Christina Frankenberg wird eine wichtige Kontinuität von Partnern und Programmen erhalten.

Die größte Veränderung, die das Tschechische  Zentrum in diesem Jahr erwartet, werden sicher der Umzug des Zentrums und die visuelle und inhaltliche Gestaltung des Programmes sein. Wir verraten noch nicht, wie und wohin, denn wir wollen es ein bisschen spannend machen – werden Sie neugierig und schauen Sie genau hin!

Ich freue mich sehr auf die Arbeit im Tschechischen Zentrum Berlin und darauf, dass Sie uns auf unserem deutsch-tschechischen Kulturweg begleiten.

Monika Štěpánová
Direktorin
Tschechisches Zentrum Berlin

 

Foto: Eva Pandulová

 

Monika Štěpánová

Geboren 1973 in Přerov, besuchte sie das Jan Amos Komenský-Gymnasium (heute Jakub Škoda-Gymnasium in Přerov. Nach dem Abitur ging sie nach Deutschland, wo sie ab 1993 an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität in Bonn Germanistik und Slawistik mit Schwerpunkt deutsche Sprache und Literatur sowie russische Sprache studierte. Später kam als weiteres Fach noch Romanistik mit Schwerpunkt spanische Sprache hinzu. Ihre Spanischkenntnisse baute sie während eines Studienaufenthalts in der peruanischen Hauptstadt Lima weiter aus. Während ihres Studiums beteiligte  sich Monika Štěpánová an der Organisation verschiedener Kulturveranstaltungen in Bonn, besonders im Bereich Literatur (z.B. die Publikation des Buches Lisa Scheuer/Vom Tode der nicht stattfand).

Nach Abschluss ihres Studiums arbeitete sie als Kulturreferentin im Goethe-Institut Prag, wo sie von 1999 bis 2005 schrittweise/ im Laufe der Zeit für Programme aus den Bereichen Literatur, Kunst, Musik und vor allem Film verantwortlich war. Ab 2005 leitete  Monika Štěpánová als Direktorin das Tschechische Zentrum in Bukarest, dessen Tätigkeit sie strategisch auf ein junges Publik ausrichtete. Im Rahmen von Programmen zu zeitgenössischer Kunst und audiovisueller Kultur lud sie eine ganze Reihe zeitgenössischer tschechischer Künstler, Architekten, Designer und Filmschaffender ein. Unter anderem gründete sie eine bis heute sehr beliebte Dokumentarfilmreihe, bei der nicht nur tschechische Dokumentarfilme und ihre Macher vorgestellt werden. Neben der Tätigkeit für das Tschechische Zentrums Bukarest gründete sie 2008 das Menschenrechtsfilmfestival One World Romania www.oneworld.ro, das sie seit 2010 leitet. Das Festival ist eines der größten seiner Art auf dem Balkan.

Für ihre neue Tätigkeit im Tschechischen Zentrum Berlin bringt  Monika Štěpánová nicht nur viele Erfahrungen aus dem Kulturmanagement auf internationaler Ebene und eine gute Kenntnis der tschechischen Kulturszene mit, sie ist auch eine profunde Kennerin Deutschlands, der deutsch-tschechischen Beziehungen und der deutschen Kulturszene. Diese will sie vor allem für Projekte nutzen, die sich an der gegenwärtigen Kunstszene in Prag und Berlin orientieren aber auch für Diskussionsveranstaltungen. Eine große Aufgabe und Herausforderung wird für die neue Direktorin des Tschechischen Zentrums Berlin der Umzug und die Umstrukturierung des Zentrums noch in diesem Jahr werden.