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Fokus DDR – ČSSR

Alltag und Geheimpolizei in zwei kommunistischen Diktaturen / Programm der Veranstaltungsreihe für den Herbst 2011

Zeitzeugengespräch

Zwischen Gott, Gemeinde und Generalsekretär – Kirchen im Sozialismus

František Mikloško wirkte als Katholik in der tschechoslowakischen Untergrundkirche und organisierte 1988 in Bratislava die so genannte Kerzendemonstration für religiöse und bürgerliche Freiheiten mit. Ehrhart Neubert engagierte sich in der DDR jahrelang als evangelischer Pfarrer in diversen Oppositionsgruppen und war 1989 einer der Mitgründer des Demokratischen Aufbruchs. Beide diskutieren über ihre Erfahrungen in Kirche und Opposition in zwei kommunistischen Diktaturen. Die Kirchen waren als vom Staat unabhängige Institutionen auch geistiger Freiraum und „Dach“ der Opposition. Wie weit aber gingen ihre Kompromisse mit dem Regime, wie sehr waren sie selbst von der Unterwanderung durch die Geheimpolizei betroffen? Und wie stellen sie sich dieser Vergangenheit heute?

Dienstag, 4.10.2011, 19.00 Uhr
Slowakisches Institut, Zimmerstraße 27, 10969 Berlin
Eintritt frei

 

Lesung und Gespräch

Punkkonzerte, Pionierlieder und Polizeikontrollen – Schriftsteller erinnern sich an ihre Jugend im Sozialismus

Zwei Autoren treffen sich, um aus ihren Texten zu lesen und über ihre Kindheit im Sozialismus zu sprechen. In seinem Roman Konec punku v Helsinkách (Das Ende des Punk in Helsinki) beschreibt Jaroslav Rudiš (1972) die Tristesse der 1980er Jahre in einer tschechischen Kleinstadt und die Wut junger Menschen, die sich nicht anpassen wollen. Claudia Rusch (1971) blickt in ihren Texten mit viel Humor und Ironie auf eine „freie deutsche Jugend" in der DDR zurück. Sie blendet die  Diktatur dabei nicht aus, sondern erinnert an das Gefühl des Eingesperrtseins, an Spitzel im Freundeskreis und an ihren Großvater, der in Stasi-Haft starb.
Beide Autoren versuchen aus deutscher und tschechischer Sicht einen gemeinsamen Blick auf die Vergangenheit zu werfen.

Dienstag, 25.10.2011, 19.00 Uhr
Bildungszentrum der Stasi-Unterlagen-Behörde, Zimmerstraße 90/91, 10117 Berlin
Eintritt frei

 

Diskussion

Wie steht es um die Aufarbeitung?
Zwei Journalistinnen diskutieren 22 Jahre nach der Samtenen Revolution

Am Vorabend des 22. Jahrestages der Samtenen Revolution vom 17. November 1989 gehen wir der Frage nach, was in unseren Ländern vom Herbst 1989 geblieben ist: Wie erinnern wir uns heute in Tschechien, der Slowakei und Deutschland an die Diktatur? Sind Opposition und Widerstand wirklich ein Vorbild für unsere heutigen demokratischen Gesellschaften? Kennen junge Menschen in unseren Ländern den Unterschied zwischen Diktatur und Demokratie? Es diskutieren Lída Rakušanová und Agneša Kalinová, die die kommunistische Tschechoslowakei aus politischen Gründen verlassen mussten. Im Münchener Exil arbeiteten sie viele Jahre in der tschechoslowakischen Redaktion von „Radio Free Europe”, von wo aus sie unzensierte Rundfunknachrichten in ihre Heimat sendeten.

Mittwoch, 16.11.2011, 19.00 Uhr
Bildungszentrum der Stasi-Unterlagen-Behörde, Zimmerstraße 90/91, 10117 Berlin
Eintritt frei

 

Ausstellung

Unconquered
Die unbesiegbare Milada Horáková

Ein Jahr, nachdem Milada Horáková (1901-1950) in der kommunistischen Tschechoslowakei hingerichtet wurde, erschien in den USA ein Comic über ihr Leben und den Schauprozess gegen die tschechische Juristin und Politikerin. Der Verein Člověk v tísni und die Tschechischen Zentren machen dieses beeindruckende Werk nun in einer Ausstellung zugänglich.
Weitere Infos

Ausstellung in englischer Sprache

Eröffnung: Donnerstag, 29.9.2011, 19.00 Uhr, mit einem Vortrag des Prager Historikers Petr Koura (in deutscher Sprache)

Donnerstag, 6.10. – Donnerstag, 24.11.2011, Mo und Do14–18 Uhr
Tschechisches Zentrum, Friedrichstraße 206, Eingang Zimmerstraße, 10969 Berlin
Eintritt frei

 

Die Veranstaltungsreihe Fokus DDR – ČSSR. Alltag und Geheimpolizei in zwei kommunistischen Diktaturen steht unter der Schirmherrschaft des Botschafters der Tschechischen Republik in der Bundesrepublik Deutschland, Dr. Rudolf Jindrák, und des Botschafters der Slowakischen Republik in der Bundesrepublik Deutschland, Igor Slobodník.

Sie ist ein gemeinsames Projekt von:
Der Bundesbeauftragte für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik (BStU)
Slowakisches Institut
Tschechisches Zentrum